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Das Krümelmonster – Endfossil: Occupy! an der Uni Bremen

„Die Philosoph:innen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu essen.“

Anonymes Krümelmonster

Nachdem im Winter sein Landsitz an der Zentralhaltestelle vom Dezernat 4 abgebaggert worden war, stieg am Morgen des 2. Mai 2023 das Krümelmonster mit Hunger nach Keksen und Klimagerechtigkeit aus dem Uni-Tümpel und setzte sich auf die Keksdose. Die Keksdose war besetzt!

Warum wir das machen

Der fossile Kapitalismus zerstört unsere Lebensgrundlagen! Wir stellen uns den Sachzwängen und Hierarchien entgegen und fordern euren Einsatz für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft. Regierungen und Konzerne werden die Krisen nicht lösen. Deshalb nehmen wir uns unsere Räume: Um uns zu organisieren, zu diskutieren, und ein nachhaltiges Miteinander einzuüben. Schließt euch uns an, seid solidarisch und beendet den fossilen Kapitalismus mit uns!

Was wir fordern

  • Redemokratisierung – die Uni denen, die studieren!
  • Keine Kooperation mit zukunfts- und menschenfeindlichen Konzernen und Institutionen!
  • Kein Profit mit Grundbedürfnissen – Entprivatisierung und Vergesellschaftung jetzt!
  • Radikale Transformation des Wissenschaftssystems
    • Die Regelstudienzeit gehört abgeschafft.
    • Wir solidarisieren uns mit den prekär Beschäftigten im sog. Mittelbau. Das Zwei-Klassen-System von „Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsmaßnahmen“ und Menschen mit Habilitation, Lehrstuhl und Verbeamtung gehört abgeschafft.
    • Auch nichtwissenschaftliches Personal hat bessere Arbeitsbedingungen verdient.
  • Klimagerechtigkeit – Für eine klimafreundliche und sozial gerechte Zukunft!
  • Abbau von sozialen Hürden an der Uni
    • Die Begrenzung der Prüfungsversuche und Prüfungen überhaupt gehören abgeschafft.
    • Studiengebühren sind ungerecht und gehören abgeschafft.

Recherchen

Mehr Informationen (falls ihr die braucht)

Disclaimer: Dieser Text ist im Rahmen der Uni-Besetzung im Mai 2023 entstanden und wurde seitdem nicht aktualisiert. An den prinzipiellen Fragen hat sich aber nichts geändert.

Wir wollen nicht in der fossil angeheizten Klimakrise und im ökologischen Kollaps sterben.

Der letzte Bericht des IPCC zeigt, dass schon die Emissionen aus existierenden fossilen Infrastrukturen zur Überschreitung der 1,5°-Grenze führen, sollten diese nicht vorzeitig abgeschaltet werden. Gleichzeitig planen 96% der Unternehmen in der Fossil-Industrie ihr Geschäft auszuweiten. Allein die zwanzig größten Öl- und Gas-Konzerne werden bis 2040 schätzungsweise 1,5 Billionen US-Dollar in neue fossile Infrastruktur investieren. Die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Staaten führen uns im Median zu 2,5°C im Jahr 2100. Ihre tatsächliche Politik führt uns in eine Zukunft bei deutlich über 3°C.

Die voraussichtliche Überschreitung der 1,5°-Grenze im Jahr 2030 bedeutet die Überschreitung mehrerer irreversibler Kippunkte des globalen Klimasystems. Dazu gehören beispielsweise der Kollaps von Eisschilden, das Sterben von Korallenriffen und das abrupte Auftauen des Permafrosts. Bei 2°C – erwartet ab 2050 – werden schätzungsweise 1 Milliarde Menschen in sogenannten Kühlgrenztemperaturen von über 32°C (definiert als „extremes Risiko“) leben. Diese Kombination aus Hitze und Feuchtigkeit ist tödlich; auch für junge und ansonsten gesunde Menschen. Ab 3°C „könnten“ 50% bis 75% der Weltbevölkerung lebensbedrohlichen klimatischen Bedingungen ausgesetzt sein.

Wir wissen, dass eine gerechte, bewohnbare Welt möglich ist.

Die Perspektive auf eine kommende Welt, die schlimmer ist, macht uns Angst. Doch anstatt uns von Furcht lähmen zu lassen, verwandeln wir diese Angst in Zorn, und Mitgefühl gegenüber denen, die schon jetzt am meisten unter der Klimakrise leiden. Wenn wir es schaffen, die fossile Industrie des globalen Nordens bis 2034 zu beenden, haben wir noch eine 50%-Chance, die Erderhitzung dauerhaft unter 1,5°C zu halten.

Nicht nur die Klimakrise, auch das Artensterben, Kapitalismus, Neo-Kolonialismus, das Patriarchat und staatliche Gewalt sind eine Bedrohung von unser aller Wohlbefinden. Dagegen steht unsere Fähigkeit zu Kooperation, zu Solidarität und gegenseiter Anerkennung unserer unterschiedlichen Bedürfnisse. Wir fangen mit dem fossilen Kapitalismus an: Lasst ihn uns gemeinsam sabotieren, besetzen und an seiner Stelle utopische Räume zur Erweiterung unserer kollektiven Vorstellungskraft schaffen.

Social Media

Wir haben im Mai 2023 die Keksdose (größter Hörsaal der Universität Bremen) besetzt. Aktuelle Informationen findet ihr auf folgenden Kanälen:

Instagram: https://www.instagram.com/kruemelmonster_uni_bremen/
Fediverse: https://climatejustice.global/@kruemelmonster
Webseite: https://bremen.endfossil.de/
Telegram: https://t.me/kruemelhb/