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Pressemitteilung „Student:innen besetzen Universitätshörsaal“

    Bremen

    Seit den frühen Morgenstunden des zweiten Mai haben Student*innen der Bewegung EndFossil: Occupy den großen Hörsaal der Universität Bremen besetzt. Dazu die Pressesprecherin Malin Zimmer: „Wir haben uns zusammengetan, um auf die Zerstörung unserer Welt durch den fossilen Kapitalismus aufmerksam zu machen. Wir wollen den Uni-Alltag zum Stillstand bringen, um mit allen Interessierten darüber zu diskutieren, in welcher Welt wir stattdessen gemeinsam leben wollen. Weil die Uni das nicht tut, müssen wir uns diesen Raum selbst schaffen.“

    Nicht nur in Bremen haben sich Studierende zusammengefunden, sondern weltweit werden Schulen, Hochschulen und Universitäten besetzt. Allein über 20 Besetzungen in Deutschland. Sie alle eint der Wunsch, die Kämpfe für Klima und soziale Gerechtigkeit zu verbinden. Klimaaktivist:innen und Arbeiter:innen haben es bereits gemeinsam vorgemacht. Pressesprecher Moritz Hase erklärt, „Deshalb fordern wir unteranderem einen kostenfreien Nahverkehr für alle. Und sagen, alle Konzerne die mit unseren Grundbedürfnissen Profit machen, müssen vergesellschaftet werden, wie z.B. SWB.“

    Teil der Besetzung ist ein langes Programm an alternativen Seminaren, zu denen auch prominente Wissenschaftler wie der Soziologe Klaus Dörre und der in Bremen bekannte Bernhard Stoevesandt gehören. Malin Zimmer betont, „Wir wollen eine Welt jenseits des fossilen Kapitalismus vorstellbar machen. Die Besetzung ist für uns ein Raum, um neue Formen einer solidarischen Gesellschaft zu erleben. Das heißt, gemeinsam für unsere Bedürfnisse und Rechte einzustehen, während wir mit einem Ökosystem kurz vor der Zerstörung konfrontiert sind.“

    Die Besetzer:innen möchten nicht mit ihrem echten Namen und erkenntlichem Gesicht in der Öffentlichkeit stehen. Moritz Hase begründet es wie folgt: „Ob Hausdurchsuchungen bei der Letzten Generation oder zuletzt die gewaltvollen Räumungen im November und Dezember der Besetzungen in Bremerhaven und Frankfurt, Klimaaktivisten werden vermehrt kriminalisiert und wir schützen uns entsprechend. Doch noch wichtiger für uns ist, dass wir nicht auf einzelne Personen reduziert werden. Wir wollen als Bewegung und durch unsere Inhalte wahrgenommen werden.“.

    Pressespiegel

    Zeit Online: 02.05.2023

    Zeit Online: 03.05.2023

    Sat1: 03.05.2023

    Süddeutsche: 03.05.2023

    FAZ: 03.05.2023

    buten un binnen: 03.05.2023

    Stern: 03.05.2023

    t-online: 03.05.2023