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Unser Selbstverständnis

    Als autonome Gruppe von „End Fossil: Occupy“ verstehen wir uns als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung. Das heißt wir setzen uns dafür ein, die Bekämpfung der Klimakatastrophe nicht nur als ein technisches, sondern auch als ein politisches und ethisches Problem zu begreifen.

    Die notwendigen Maßnahmen für eine klima- und sozial gerechte Welt sind im Rahmen der bestehenden Verhältnisse nicht möglich. Unser Ziel ist daher ein radikaler Systemwandel. Wir wollen dazu beitragen, die multiplen Krisen und ihre strukturellen Ursachen basisdemokratisch, sozial gerecht und nachhaltig zu überwinden. Wir wollen mitbestimmen und Räume schaffen, die dazu beitragen, unsere Gesellschaft neu zu denken.

    Alle Bereiche der Gesellschaft müssen Teil einer tiefen, radikalen Transformation sein, die die Menschen und die Umwelt ins Zentrum stellt. Die Universitäten – so wie alle Hochschulen – bilden und erhalten Machtstrukturen und verhindern dadurch den gesellschaftlichen Wandel. Mit erwarteten 40 Stunden Studium pro Woche geht es in der Lehre nur darum, ein funktionierender Teil des kapitalistischen Systems zu werden. Im Angesicht multipler Krisen macht uns dieses blinde Lernen für eine Zukunft, die es so nicht geben wird, wütend. Deshalb werden wir aktiv!

    Als Studierendenbewegung sehen wir die Universität als unseren Ort des Protests, um Veränderung einzufordern und aktiv mitzugestalten.

    Wir können es uns nicht mehr leisten, Symptome zu verschieben und Probleme auf Andere abzuladen. Wir brauchen intersektionale Lösungen, die alle Lebensrealitäten im Blick haben. Anzuerkennen, dass Neokolonialismus, Patriarchat und weiße Vorherrschaft den Nährboden des fossilen Kapitalismus bilden, ist Voraussetzung dafür, ihm diesen zu entziehen. Deshalb ist Klimagerechtigkeit feministisch, antifaschistisch, antirassistisch, antiableistisch, antikapitalistisch, queer, gegen Antisemitismus und jede andere Form von Diskriminierung oder Unterdrückung. Wir wollen den Weg zur Veränderung dabei gemeinsam gehen, rücksichtsvoll miteinander sein und keine Angst vor Fehlern haben.

    Als Studierendenbewegung sehen wir die Universität als unseren Ort des Protests, um Veränderung einzufordern und aktiv mitzugestalten.

    Wir verstehen uns als selbstorganisiert, parteiunabhängig und sind solidarisch mit all jenen, die sich für eine soziale und klimagerechte Welt einsetzen.

    Wir nutzen unterschiedliche Mittel des Protests, um Missstände unserer Gesellschaft sichtbar zu machen und Räume für Zukunftsvisionen zu gestalten.

    Wir arbeiten in basisdemokratischen, transparenten und offenen Strukturen.

    Wir stellen Gemeinschaft in den Mittelpunkt, handeln solidarisch und sind füreinander da.